A Moment Is When Time Meets Eternity
Moment About a Girl Lovey-Dovey Visitors Write me Sub Past
Meine Welt mit dir darin. (Shortstory)

„Warum soll ich leben?“, fragst du mich und siehst mich an, während ich deine Hand fest mit meiner gedrückt halte. „Die Welt braucht mich nicht.“

Die tiefe Traurigkeit, die in dir schlummert, bricht plötzlich heraus. Damit habe ich nicht gerechnet. Deine Hand fängt an zu zittern genauso wie der Rest des Körpers. Es ist ansteckend wie eine Krankheit. Auch ich beginne zu frieren.

„Warum sagst du so etwas?“, frage ich dich leise, kaum hörbar, und schlucke. Meine Augen suchen deine, doch du blickst in die Leere der Nacht. Ganz vorsichtig ziehst du deine Hand aus meiner – Als würde ich das nicht merken.

„Weil es so ist.“, deine Stimme klingt schwach, leblos. Es scheint mir fast so, als wäre deine Seele bereits an einen ganz anderen Ort. Nicht neben mir, nicht hier. „Ich falle euch allen nur zur Last.“

Ich kann die brennenden Erinnerungen in deinem Kopf fast selber sehen: Aus fernen Tagen, wie alles begann; aus jüngsten Tagen, wo es immer noch kein Ende nahm. Ich sehe dich an und habe Angst: Angst vor den Gedanken, Angst vor den Erinnerungen, Angst vor dir oder sollte ich lieber sagen um dich?

„Ich kann euch nichts zurückgeben, ich werde eh nicht mehr lange hier sein.“, du fährst fort mit deinem Selbstmitleid und ich rücke näher zu dir. Doch du stehst auf, entfernst dich von mir. „Ich wollte immer glücklich sein. Ich wollte nie etwas bereuen. Aber alle meine Vorsätze sind zu Grunde gegangen.“

Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken. Wann hast du den Glauben an das Leben verloren? Warum habe ich es nie mitbekommen? Ich war doch immer neben dir. Und warum konnte ich dich nicht glücklich machen? Tränen bilden sich in meinem Augen, laufen die Wangen hinunter, fallen auf den Boden. Aber das siehst du nicht. Versunken in deiner zerbrochenen Welt hast du eine andere zerbrochen: Meine Welt. Meine Welt mit dir darin. Aber so schnell kommst du mir nicht davon.

Ich stehe auf und in der nächsten Sekunde sehe ich zu, wie meine Hand gegen dein Gesicht fährt. Erschrocken siehst du mich an und das erste Mal während des Gespräches bist du wieder hier, bei mir. Du siehst die Tränen in meinem Gesicht, merkst wie mein Körper zittert.

„Ich brauche dich!“, schluchze ich laut und sanft legst du deine Arme um mich. Du küsst meine Stirn, drückst mich fester an dich, fast so, als würdest du mich nie mehr loslassen wollen.  Ich höre, wie dein Herz schneller pocht und weiß, wenigstens für diesen einen Augenblick bist du glücklich.

15.3.12 17:46
 
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